Hallo, 2024 wollte ich eine Tour mit Freunden durch Norwegen unternehmen. Mein Reisemotorrad zu der Zeit wäre meine BMW X-Country gewesen. Aber die hatte ich damals technisch noch nicht richtig im Griff, die zickte oft rum, und ich sah mich dann mitten in der Walachei mit streikendem Motor stehen, nein Danke. Also hab ich mir kurzentschlossen eine Triumph Scrambler 400 X gekauft.
Ich bin dann in einem Jahr gut 15.000 km mit ihr gefahren, es gab ein paar Kleinigkeiten die mir nicht so gut gefielen, aber alles in Allem war es ein gutes Motorrad und in jedem Fall zuverlässig.
Aber nun hatte ich ein Problem: In meine Garage passen mit Auto und Hänger nur 3 Motorräder, und nun hatte ich vier. Eins hatte ich bei einem Kumpel untergestellt, aber der knurrte auch schon weil er Platz brauchte, also mußte eine gehen. Zuerst wollte ich die BMW verkaufen. Aber mittlerweile kam ich mit allen Kuriositäten sehr gut klar, es ist ein gutes Motorrad. Hinzu kommt, das es das letzte Motorrad ist, auf dem ich mit meiner Frau gefahren bin. Die ist nach 54 Jahren Ehe und gut 40 Jahren gemeinsamen Motorradreisen leider für immer von mir gegangen, wir sind jedes Jahr rd. 10.000 km gemeinsam gefahren (allein mit der Transe 100.000 km), nichts konnte sie abhalten, es war eine tolle Zeit.
Mit der Nixe bin ich eigentlich nur Enduro gefahren, bei mir zu Hause klappte das super, aber in Italien auf den Schotterpisten hatte ich besonders in den Spitzkehren Probleme mit der Leistung, das hat mit meiner XT besser geklappt. Also hab ich es mal mit der SLR versucht, und siehe da, trotz 40 Kilo mehr Gewicht kam ich sehr gut damit klar, vor allen Dingen unten herum läuft die SLR sehr gut, wie gemacht für diese Strecken. Also hab ich die Nixe an einem jungen Burschen verkauft, nun waren es wieder drei.
Im Frühjahr 2025 stöberte ich so bei einem Yamaha Händler rum. Dort stand eine MT 07, sah scharf aus. Ich hätte ja gerne eine Tenere gehabt, aber das ist mit meinen kurzen Stelzen aussichtslos. Ich hab dann eine Probefahrt gemacht, und was soll ich sagen, besonders der Motor war der Hammer, die Triumph hab ich in Zahlung gegeben..
Ich hab dann einige Reisen mit ihr unternommen, in einem halben Jahr kamen rd. 9.000 km zusammen. Ich hatte schon über vierzig Jahre kein Straßenmotorrad gefahren, nur Enduros aller Arten. Da war ich natürlich von den Fahrwerken verwöhnt, das Fahrwerk der MT 07 war gut aber sehr straff. Außerdem biege ich auch auf meinen Reisen gerne mal auf unbefestigte Wege ab, das war mit der MT 07 und den Reifen nur sehr eingeschränkt möglich. Normalerweise, wenn ich zu Hause bin, fahre ich jedes Motorrad einmal die Woche. Ich merkte immer mehr, das es mir mit meine anderen beiden mehr Spaß machte. Was nun ?
Dieses Jahr wollte ich u.a. eine organisierte Motorradreise in die Türkei unternehmen. Dafür bot der Veranstalter ein KTM 390 Adventure R an. Die ist mit 870 mm Sitzhöhe für mich nicht zu erklimmen. Aber ich ging trotzdem zum Händler, vielleicht könnte man ja etwas mit der Sitzhöhe machen.
Aber selbst mit Gabel durchstecken keine Chance. Ich blickte mich so um und sah noch eine Adventure, sah niedriger aus. Drauf gesetzt........paßt !
Das war die neue Adventure X, Räder 19/17 Zoll, Sitzhöhe 825 mm ! Die Yamaha ging nach Berlin, die KTM hab ich gekauft, ohne Probefahrt.
Nachdem der Schnee nun endlich verschwunden war hab ich in 2 Wochen 1.200 km gefahren, das Motorrad ist der Hammer. Fährt sich wie ein Fahrrad, beschleunigt sanft und geht dann ab 5.000 U/Min richtig los, Wahnsinn. Und man kann auch im 6. Gang 50 fahren, da ruckelt nichts, ich weiß nicht wie die das hingekriegt haben. Auch das Fahrwerk ist sehr gut, obwohl es nicht, außer der Sitzhöhe, einstellbar ist. Und mal kurz Autobahn getestet (obwohl ich das eigentlich nur im Notfall fahre) 130 Dauertempo kein Problem, die Scheibe hält alles ab, nur gleichmäßiger, nicht störender Winddruck auf dem Helm ohne Verwirbelungen. Nun bin ich wieder glücklich mit meinen dre Motorrädern.
Gruß Otto
Die Drei
- oilerblues
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Die Drei
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Honda SLR 650, BMW X-Country, KTM 390 Adventure X
- Tolek
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Re: Die Drei
Mich würden mal speziell die Probleme mit der BMW X Country interessieren .
Bin ich ölisch , bin ich fröhlisch .
NX 650 RD02
BMW F650 Dakar
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Staubteufelchen
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Re: Die Drei
Die Angst, im Wald mit streikendem Motor zu stehen, könnte mit der Spannungssensibilität der G650X-Reihe zu tun haben und ist in der Regel mit einen guten neuen Batterie lösbar.
- oilerblues
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Re: Die Drei
Hallo die Elektrik ist schon etwas gewöhnungsbedürftig. Zuerst das Startprocedere: Zündschlüssel rein, kein Gas, warten bis das Mäusekino aufhört zu blinken, dann leuchten nur noch 3 Kontrollleuchten, nun kann der Startknopf betätigt werden. Hält man dies nicht ein ist der Leerlaufsteller nicht in Grundposition und der Motor stirbt ab. Zum Resetten müsste man die Batterie abklemmen damit die Elektronik alles vergisst. Aber ich habe im Forum eine andere Methode gefunden: Sicherung für die Motorsteuerung ziehen, kurz warten und wieder rein. Anlassprocedere, kein Gas, warten bis der Lüfter anspringt, warten bis der Lüfter wieder ausgeht, dann hat der Leerlaufsteller wieder alles gelernt. Trotzdem passierte es manchmal wieder. Das Problem löste sich erst nachhaltig, als ich eine LifePo Batterie eingebaut habe,
Ein anderes Erlebnis hatte ich nach einer Pause im Wald: Zündschlüssel rein und nichts, tot. An den Kabeln gerüttelt alles da und ab nach Hause. Es stellte sich heraus das ein Lötpunkt abvibriert war. Neu gelötet aber an der Stelle beide Kabel durchgekniffen und Steckverbinder dran. So kann ich das Zündscchloss bei Bedarf überbrücken.
Eine generelle Schwachstelle ist der Auspuff. In der Regel fällt das Innenleben auf Grund unterdimesionierter Vernietung in sich zusammen und die Karre steht. Alternativ, das Original ist nicht mehr lieferbar, gibt es nur den Leovince. Der funktioniert super, hat aber einen kernigen Sound, meine Endurostrecken zu Hause fahr ich damit nicht. Hatte erst Manschetten damit zum TüV zu fahren, aber war kein Problem.
Überhaupt die Kabel: Nicht so stabil wie bei den Japanern. Aber sonst ist das ein tolles Motorrad mit dem man alles machen kann. Und es gibt ein sehr gutes Forum und dort eine alphabetische FAC Auflistung mit allen bekannten Problemen. Ich habe es im letzten Jahr gewagt und über 3.000 km in Albanien , On- und Offroad mit einer Truppe zu fahren, es war einfach super.
Gruss Otto
Ein anderes Erlebnis hatte ich nach einer Pause im Wald: Zündschlüssel rein und nichts, tot. An den Kabeln gerüttelt alles da und ab nach Hause. Es stellte sich heraus das ein Lötpunkt abvibriert war. Neu gelötet aber an der Stelle beide Kabel durchgekniffen und Steckverbinder dran. So kann ich das Zündscchloss bei Bedarf überbrücken.
Eine generelle Schwachstelle ist der Auspuff. In der Regel fällt das Innenleben auf Grund unterdimesionierter Vernietung in sich zusammen und die Karre steht. Alternativ, das Original ist nicht mehr lieferbar, gibt es nur den Leovince. Der funktioniert super, hat aber einen kernigen Sound, meine Endurostrecken zu Hause fahr ich damit nicht. Hatte erst Manschetten damit zum TüV zu fahren, aber war kein Problem.
Überhaupt die Kabel: Nicht so stabil wie bei den Japanern. Aber sonst ist das ein tolles Motorrad mit dem man alles machen kann. Und es gibt ein sehr gutes Forum und dort eine alphabetische FAC Auflistung mit allen bekannten Problemen. Ich habe es im letzten Jahr gewagt und über 3.000 km in Albanien , On- und Offroad mit einer Truppe zu fahren, es war einfach super.
Gruss Otto
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- Tolek
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Re: Die Drei
Das mit der Sicherung ziehen ,könnte man ja durch einen Unterbrechertaster als Reset machen .Aber insgesamt ist das ja bescheuert .Genau so Elektronicblödsinn lehne ich grundsätzlich ab . Ersatzteilversorgung soll auch allgemein nicht gut sein ,obwohl BMW .Schade für so ein tolles Grundkonzept an Motorrad .Das wäre eigentlich der einzige NX650 Ersatz.
Bin ich ölisch , bin ich fröhlisch .
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- oilerblues
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Re: Die Drei
Ja, ich stimme Dir zu.Aber wenn man sich mit den Schrulligkeiten dieses Motorrades auseinander gesetzt hat wird man mit einem sehr guten Fahrwerk, einem potenten Motor (ich fahre den Chinakracher) und einem Spritverbrauch von unter 4 Litern belohnt. Ich bin jetzt happy mit ihr.
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- oilerblues
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Re: Die Drei
Ich bin jetzt mit der KTM 8.000 km gefahren. Ich kann es nur wiederholen, ein wirklich tolles Motorrad. Auch im Gelände macht sie eine gute Figur. Das ist aber nicht das Haupteinsatzgebiet, es ist mein Reisemotorrad und hat sich jetzt bestens bewährt. Und Vorsicht : Eine Probefahrt könnte süchtig machen 
Gruß Otto
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