Der BMW 2V Fred

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scrambler
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Re: Der BMW 2V Fred

Beitrag von scrambler »

Hab ich mich endlich überwunden und angefangen, die Brocken auseinander zu reißen, nach 19 Wintern höchste Zeit. Den taktischen Fehler von vor 10 Jahren habe ich diesmal vermieden und schon im Frühjahr angefangen, damit ich rechtzeitig vor Saisonbeginn im November fertig bin. Und nicht den ganzen Winter über im Freien schrauben muss.
Der größte Handlungsbedarf ist sicherlich bei der Kardanwelle, bei den Paralever läuft die nicht in Öl und daher muss die Schiebeverzahnung regelmäßig geschmiert werden - hatte ich zuletzt vor 20 Jahren gemacht :roll: Aber was ist das - anscheinend eine der Vorserienmaschinen erwischt, die noch Öl im Kardantunnel hatten okok, wohl doch eher das übliche Ölleck am Getriebeausgangslager ....

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Die Kardanwelle ist wie befürchtet verdreht, merkt man beim Fahren an leichten Vibrationen in den Fußrasten. Inzwischen gibt es Wellen mit austauschbaren Ruck Dämpfern https://www.swt-sports.de/de/kardanwell ... schmierbar

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Weiter geht's mit dem Getriebeausbau - das musste ich vor 20 Jahren schon mal überholen lassen. Wegen defektem Getriebeausgangslager, das passiert, wenn die Schiebeverzahnung der Kardanwelle (siehe oben :roll: ) nicht regelmäßig geschmiert wird.

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Hab mir aber schon vor einigen Jahren ein Kickstartergetriebe gekauft, das wird überholt und mit einem kürzeren ersten und Rückwärtsgang ausgestattet. Beim Getriebe links sieht man die Ursache für das Ölleck - die Entlüftungsbohrung oberhalb des Getriebeausgangslagers sollte bei den paralevern mit Silikon verschlossen sein, denn das Gummi der Kardanwelle verträgt kein Öl. Warum dann BMW nicht gleich einen Deckel konstruiert hab der ohne Silikongeschmodder auskommt wird deren Geheimnis bleiben - wahrscheinlich hatten sie noch eine Zillion alter Deckel im Lager.

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scrambler
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Re: Der BMW 2V Fred

Beitrag von scrambler »

Weiter gehts.

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mein erster Motorausbau bei einer Beemer - wahrscheinlich kann man sich erst BMW Fahrer nennen wenn man den Motor mindestens einmal draussen hatte :grin:

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Bin mal gespannt, was mich im Inneren des Motors erwartet

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Der Hilfsrahmen war schon nach dem ersten Winter 2006 unterrostet - Kunststoffbeschichtung ist im Ganzjahresbetrieb schlicht Mist. Da muss ich aktiv werden, bevor noch was durchrostet.

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scrambler
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Re: Der BMW 2V Fred

Beitrag von scrambler »

Weiter geht's mit der Zerlegung - bald ist Bergfest und es wird wieder zusammengebaut. Die Blattfedern sind ein schönes Beispiel für die KS750 Teilesammlung, die ich damals gekauft hatte und größtenteils aus unbrauchbaren Teilen bestand. Die obere ist von einer M72 oder dergleichen, die untere ist zwar original, doch fehlen die drei unteren Federn und wurden (vom Vorbesitzer ) gegen Flachstahl ersetzt.

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Das massive Flanschlager der Schwinge ist ohne Spiel, trotzdem alles zerlegt um nach Korrosionsschäden zu schauen. Die Verzahnungen der Rohrfeder sind aber trotz 19 Wintern noch gut geschmiert - viel hilft viel. Bei der Demontage ist mir nur eine M8 Schraube abgerissen, beim Antriebsrad fehlt ein Zahn ... wie gesagt, unbrauchbare Teilesammlung. Ist aber in dem Fall ja egal.

jetzt da der Rahmen nackt ist werde ich ihn auch flammspritzen lassen.

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Und auch beim Motor, der für mich völliges Neuland ist, Fortschritte gemacht. Die Hüllrohre sind stark verrostet, an den Dichtungen sabberte es schon seit Jahren raus. Mit etwas Hitze und einen Austreiber lassen sich die Hüllrohre leicht entfernen - vorher muss man sich aber die Position notieren, es gibt keinen Anschlag.
BMW R80 Hüllrohre entfernen.jpg
Eine Seite fertig, hoffentlich bleibt alles dicht ... und die Ölzufuhr ist nicht unterbrochen. Beim Zylinderfuss wird keine Papierdichtung sondern Silikon verwendet und um die Sache interessant zu machen wird der Zylinderkopf über die Bohrungen der Stehbolzen mit Öl versorgt. Zuviel Silikon kleistert die Öffnungen zu :?
BMW R80 Hüllrohre edelstahl neu.jpg
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