Endurofahren mit der NX250

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HRC
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Re: Endurofahren mit der NX250

Beitrag von HRC » Di Feb 11, 2020 10:38 pm

Lenker festhalten und duch.
Ah, das ist ja schon mal ein deutlicher Unterschied zu Asphalt, wo man ja den Lenker eigentlich immer möglichst locker führen soll (selbst, wenn man mal Lenkerschlagen hat, ist es ja eigentlich besser, das Moped sich selbst beruhigen zu lassen als mit Gegenhalten Lenkimpulse zu geben, die dann eher zum Aufschaukeln führen).

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Enola Gay
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Re: Endurofahren mit der NX250

Beitrag von Enola Gay » Di Feb 11, 2020 11:23 pm

HRC hat geschrieben:
Mo Feb 10, 2020 2:27 pm
Dass mit den Offroad-Days wäre wirklich was (oder etwas, das näher dran ist, damit ich einfach mit der NX hinfahren kann). Mal schauen, wann ich das schaffe.
Spielen die Reifen da für Anfänger wirklich eine große Rolle? Von Asphalt kenne ich es so, dass Rennreifen für Anfänger eher kontraproduktiv sind und man auch mit Straßenreifen ziemlich flott fahren kann (ein Bekannter, mit dem ich im Sommer am Sachsenring war, ist dort mit BT16 pro, die ja nun wirklich nicht mehr aktuell sind, 1:42 gefahren. Ich lag mit Slicks (dafür aber 70PS weniger und ohne Elektronik) bei 1:45 :oops: , von einer habe ich mitbekommen, dass sie deutlich über 2min gefahren ist, und damit den hinteren Slick zerstört hat (er war total aufgerissen, wahrscheinlich weil er zu kalt wurde)).
Hallo 'Nameless'

solange das Geläuf trocken ist sind die Reifen nicht ganz so wichtig.
Schlage dir aber von Anfang an aus dem Kopf, mit deiner Enduro bis zu einem Trainings-Gelände zu fahren - und dann dort auf der Strecke mitzufahren - das kann 'Gutgehen' muß aber nicht (!) So etwas machen nur entweder ganz Dumme - oder aber absolute Könner (!)
Wenn Du mit einer verbogenen Felge oder einer krummen Gabel 'irgendwo im Nirgendwo' stehst, dann kann der Heimweg schnell zum finanziellen Desaster werden (!) Und vergiss vor allem 'alles !' was man Dir bei deinen bisherigen Ausflügen auf Rennstrecken erzählt hat - das hat auf 'losem_Untergrund' nicht die geringste Gültigkeit :lol: .
Rundenzeiten sind für Dich erstmal genauso nebensächlich wie Negativ-Federwege oder ähnliche von den Instruktoren a.d. Rennstrecken 'vorgebetete' Verhaltensmaßregeln.

Noch eine Kleinigkeit zum Nachdenken - sämtliche Straßen-Weltmeister der vergangenen Jahrzehnte waren auch auf losem Untergrund schnell - so zum einen die Ami's Schwantz, Spencer, Rainey, Lawson od. die Australier Doohan u. Gardner - alle hatten auch Erfahrungen bei 'Dirth-Track' Rennen. Rennfahrer wie V.Rossi und die Marquez Brüder wissen ebenfalls wie man sich auf 'Stollen-Reifen' bewegt ;)

Vergiss alle (Foren-) Theorie und melde dich einfach mal zu einem Enduro-Training an, dann wird das schon (!)

MfG. Herbert

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scrambler
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Re: Endurofahren mit der NX250

Beitrag von scrambler » Mi Feb 12, 2020 7:38 am

HRC hat geschrieben:
Di Feb 11, 2020 11:09 am

P.S.: wie ist denn die richtige Sitzposition?
Man steht fast immer in den Fußrasten - nur so kann man schnell genug durch gewichtsverlagerung reagieren. Höchstens bei Steilabfahrten setzt man sich ganz zurück oder in engen Kurven ganz nach vorn. Hier wäre mal ein kleines Tutorial https://www.youtube.com/watch?v=S93b7dwXr4I Wenn z.b. das Hinterrad durchdreht lehnt man sich etwas zurück und zusätzlich kann man noch etwas über die Fußrasten "wippen", damit man wieder Traktion erhält.

Zum Fahren im Stehen wäre noch zu sagen das die Gummifußrasten ungeeignet sind und man Krallenfußrasten (die louis - siehe Bild - sind ganz brauchbar https://www.louis.de/artikel/louis-univ ... r=10046557) braucht, sonst rutscht man schnell ab.
Ausserdem ist der Schalthebel etwas kurz - muss man ausprobieren, ob man mit seinem Stiefel im Stehen hochschalten kann. Ich habe einen etwas längeren XT Schalthebel dran https://www.kickstartershop.de/de/racin ... -aluminium. Um gut im Stehen schalten zu können muss der Hebel allerdings auf der Welle einen Zahn nach oben und schlägt dann am Ritzeldeckel an, das man dort etwas anschleifen sollte.

Man sollte mal einen längenverstellbaren, etwas gebogenen (damit er nicht am Deckel anschlägt) Schalthebel in Kleinserie anfertigen lassen - aber was das wieder kostet :)

Oder hat da jemand eine durchführbare Idee?

Bild

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HRC
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Re: Endurofahren mit der NX250

Beitrag von HRC » Mi Feb 12, 2020 9:19 am

@Herbert:

was meinst Du mit „alles“? Meinst Du damit auch so grundlegende Dinge, die meines Wissens beim Motorradfahren allgemein gelten, wie dass man immer möglichst sanft fahren sollte, nie vor dem Scheitelpunkt beschleunigt etc.?

Danke

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Enola Gay
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Re: Endurofahren mit der NX250

Beitrag von Enola Gay » Mi Feb 12, 2020 11:01 am

HRC hat geschrieben:
Mi Feb 12, 2020 9:19 am
@Herbert:

was meinst Du mit „alles“? Meinst Du damit auch so grundlegende Dinge, die meines Wissens beim Motorradfahren allgemein gelten, wie dass man immer möglichst sanft fahren sollte, nie vor dem Scheitelpunkt beschleunigt etc.?

Danke
Ja - fahre mal 'möglichst sanft' um eine Kurve und dann den anschließenden Steilhang hoch ... :) -
und keinesfalls im Gelände einen Sozius mitnehmen, dadurch wirst Du auf deinem Moped 'bewegungslos' !

mfG. Herbert

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HRC
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Re: Endurofahren mit der NX250

Beitrag von HRC » Mi Feb 12, 2020 11:28 am

Enola Gay hat geschrieben:
Mi Feb 12, 2020 11:01 am
Ja - fahre mal 'möglichst sanft' um eine Kurve und dann den anschließenden Steilhang hoch ... :) -

Meinst Du damit, dass man im Gelände eckiger fahren sollte, um mehr geradeaus beschleunigen zu können (und halt dafür auf Kurvengeschwindigkeit verzichten)? Auf ebenem, griffigem Untergrund ist es ja so, dass man umso höhere Kurvengeschwindigkeit fahren kann, je sanfter man fährt (in Perfektion konnte man das ja bei Lorenzo auf der M1 sehen) und man dann ja -zumindest wenn das Moped nicht sehr viel Leistung hat- auch schneller in die Steigung reinfahren würde.

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Bernix
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Re: Endurofahren mit der NX250

Beitrag von Bernix » Mi Feb 12, 2020 2:36 pm

Enola Gay hat geschrieben:
Di Feb 11, 2020 11:23 pm
Vergiss alle (Foren-) Theorie und melde dich einfach mal zu einem Enduro-Training an, dann wird das schon (!)
... da kann ich dem Herbert nur zustimmen - weniger posten, mehr fahren !

Wenn du aber in so einem Training der einzige mit wertvollem Kulturgut bist, macht das weniger Spaß !
Wir hatten vor einiger Zeit ein Training mit älteren Fahrzeugen und älteren Fahrern :D

Was ich dabei gelernt habe: Geländelacksatz ist gut angelegtes Geld!
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Gruß Bernd
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endurolo
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Re: Endurofahren mit der NX250

Beitrag von endurolo » So Feb 16, 2020 2:08 pm

Hallo Zusammen,
zum Schalthebel; der muß unter allen Umständen passen. Das wird mit den Serienteilen, stehend mit Crosstiefeln gefahren, nie passen.
Da sollte was längeres hin.
IMG_2928.JPG
Der ist an meiner DR 350 ohne Fehler im Einsatz und ist aus zwei Hebeln zusammengeschweißt. Hält tadellos und passt wie angegossen zu kleinstem Preis. Die Stahlblechhebel sehen nicht so schick aus, aber nach Abflug und veerbiegen kann man die wieder richten und weiterfahren. Die schicken Aluteile sehen gut aus, aber wenn man damit auf felsigem Grund landet hat man sich auch noch die Schaltwelle beschädigt.
Zur Bereifung; Stellt sich immer die Frage was hat man vor. Der trockene Feldweg braucht nichts besonderes. Wenn es aber ins Grobe geht, steil, loser Grund dann wird es speziell. Harter Grund braucht harte Gummimischung, Sand und Schlamm weiche Mischung. Zudem sollte die Bereifung jede Menge Negativprofil aufweisen.
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Mit dem Reifen war ich im Dezember in Holland im Schlamm.
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Damit war immer Kontakt gegeben. Das ist die Versicherung vor dem Fallen. Nicht zu vernachlässigen sind die Reifenhalter. Der Luftdruck ist im Geländeeinsatz wesentlich geringer als auf dem Feldweg. Dand geht mit 0,7 bis 1,0 Bar. Wer da ohne Halter fährt reißt sich beim Anbremsen das Ventil ab. Es gibt also eine Menge zu beachten sonst gibt es keinen Spass. Die ganzen Enduroreifen, wie immer die auch heißen, sind reine Optikschlappen.
Wird es nass oder sandig oder steil gehören die nicht aufgezogen.
Aber wie gesagt, es kommt ganz drauf an was man vorhat.
In dem Sinn, Gute Fahrt wünscht euch Lothar
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Re: Endurofahren mit der NX250

Beitrag von walli777 » So Feb 16, 2020 10:24 pm

Falls du im Schlamm herumfahren willst, rate ich dir dringend zu einem hochgelegten Kotflügel.
Bei dem originalen kann das Vorderrad leicht blockieren...
Gruß, Karin

endurolo
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Re: Endurofahren mit der NX250

Beitrag von endurolo » Mo Feb 17, 2020 5:35 pm

Hallo Karin,
für grobes Gelände haben wir zwei Suzuki DR 350 im Einsatz. Da sind mir die Nixen zu schad.
IMG_2764.JPG
Gruß, Lothar
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