Endschalldämpfer lackieren

Alles was nicht in die anderen Technikforen reinpaßt
Antworten
elsa
Beiträge: 7
Registriert: Mo Okt 07, 2019 5:56 pm

Endschalldämpfer lackieren

Beitrag von elsa » Mi Jan 08, 2020 10:26 pm

Hallo,

ich möchte die beiden Endschalldämpfer meiner Domi "aufhübschen". Nun habe ich ein paar Fragen diesbezüglich:

1. Sollte nach der mechanischen Rostentfernung noch eine chemische Entrostung erfolgen (z.B. Phosphorsäure)?
2. Ist die Grundierung mit einem Zink-oder Aluspray sinnvoll/notwendig?

Da die Töpfe nicht "dramatisch" verrostet sind , wollte ich eigentlichauch auch nicht das große Programm mit Strahlen und Flammspritzen auflegen. Oder ist die Variante konventioneller Entrostung von Hand, ggf. Vorbehandlung/Grundierung und anschließend Lackierung mit hitzebeständigem Lack eher verlorene Liebesmühe?

Wie sind denn Eure Erfahrungen? Was könnt Ihr empfehlen?

Viele Grüße
Steff

Benutzeravatar
Enola Gay
Beiträge: 1436
Registriert: Do Feb 27, 2014 9:18 pm
Wohnort: Karben
Kontaktdaten:

Re: Endschalldämpfer lackieren

Beitrag von Enola Gay » Do Jan 09, 2020 12:00 am

Hallo Elsa/Steff;

die Frage ist, wieviele Jahre gedenkst Du noch mit deiner Domi zu Fahren (!)
Alles was über den Zeitraum von 6 Jahren hinausgeht, da rentiert sich m.E. durchaus eine Versiegelung durch Flammspritzen mit Alu und anschließendes Lackieren. Eine derartig behandelte Auspuff-Anlage rostet höchstens noch von 'innen' durch.
Ist aber halt auch nicht unbedingt 'Kostengünstig' (!)
Aus der Sprühdose aufgebrachte Zink- od. Alu-Sprays sind leider nicht 'Standfest' und verbrennen nach kurzer Zeit :?

Frag einfach mal unseren Admin - er hat mit 'Flammspritzen' ziemliche Erfahrung (!)

MfG. Herbert

Benutzeravatar
scrambler
Site Admin
Beiträge: 4988
Registriert: Fr Sep 14, 2012 8:50 am

Re: Endschalldämpfer NX650 lackieren

Beitrag von scrambler » Do Jan 09, 2020 6:41 am

Hi,
bei der Restaurierung meiner zweiten Domi bin ich auch nur das kleine Programm gefahren, weil an den Schalldämpfern nur sehr wenig Rost an den Rohren zum Krümmer und an den Schweißnähten war viewtopic.php?f=22&t=1108. Dabei habe ich es vermieden, den noch guten originalen Lack durch Schleifen o.ä. zu entfernen sondern habe den Rost mit Fertan behandelt. Danach habe ich mit Duplicolor Supertherm lackiert - teuer, aber sehr gut. Aber auch das Dupli hält nicht auf Dauer auf den sehr heissen Rohren. Auf meiner zweiten Dominator hat es bislang zwei Jahre gehalten - allerdings bin ich nie im Regen gefahren. Ich schaue mir das aber heute noch mal genauer an und mache mal Bilder.
Gruß, Michael

elsa
Beiträge: 7
Registriert: Mo Okt 07, 2019 5:56 pm

Re: Endschalldämpfer lackieren

Beitrag von elsa » Do Jan 09, 2020 9:43 pm

Hallo zusammen,

ich habe mich mal bei Fertan bzgl. der Hitzebeständigkeit informiert und die Rückmeldung erhalten, dass die von Fertan gebildete Zink-Phosphatschicht bis ca. 420 Grad hitzestabil ist. Ich bin mir jetzt nicht sicher, welche Temperaturen im Bereich des Übergangs vom Krümmer zum Rohr des ESD noch herrschen. Wenn sich die Fertanschicht verabschiedet, dann löst sich auch der darüberliegende Lack. Hat jemand Erfahrungswerte, welche Temperaturen im Bereich Krümmer, Verbindungsrohr und ESD auftreten können?

In der Gebrauchsanweisung der gängigen Auspufflacke steht, dass diese ihre volle Stabilität erst nach dem "Einbrennen" erreichen. Ich habe nun keine Möglichkeit des externen Einbrennens und frage mich, ob der Einbrennvorgang nicht auch im Fahrbetrieb vorgenommen werden kann. Geht das oder ist das Murcks?

Viele Grüße
Steff

Benutzeravatar
scrambler
Site Admin
Beiträge: 4988
Registriert: Fr Sep 14, 2012 8:50 am

Re: Endschalldämpfer NX650 lackieren

Beitrag von scrambler » Fr Jan 10, 2020 6:44 am

das einbrennen im Fahrbetrieb geht problemlos, es muss halt trocken auf den Straßen sein. Und man muss sehr vorsichtig bei der Montage sein, der lack ist vor dem Einbrennen sehr weich.

Habe mir das bei meiner Domi mal angeschaut - ist eigentlich kein Rost zu sehen. Die Kombination Fertan/Dupli supertherm scheint also zu halten, aber wie gesagt - wurde nie im Regen gefahren.

Bild

Und die Schalldämpfer hatten vorher auch wirklich nur leichten Rostansatz an den Schweißnähten, die Rohre waren nicht verrostet wie bei denen hier.

Bild

Antworten