Heidenau K60 SiO2 (Silica)

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scrambler
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Heidenau K60 SiO2 (Silica)

Beitrag von scrambler » Sa Okt 12, 2019 6:39 am

Hallo Zusammen,

mein Ganzjahreslieblingsreifen ist der Heidenau K60 Silica (erkennbar an der SiO2 Markierung, nicht zu verwechseln mit dem normalen K60), den ich nun schon seit mehr als 18 Jahre auf der Nixe fahre. Die damals erhältlichen Enduroreifen härteten bei Kälte ziemlich aus und machten Winterfahrten auf nasser Fahrbahn zum Abenteuer. Da war der Silica eine Offenbarung - beeindruckend dokumentiert in diesem Reifentest
Winterreifen Test Heidenau.pdf
- 4 m weniger Bremsweg als mit der Serienbereifung!

Die üblichen Enduro Dimensionen sind vorhanden, leider kein 16'' für unsere Nixen. Vorne müsste man sich den 100/90-19 eintragen lassen, immerhin gibt es eine Freigabe von Heidenau für die schmale 1.85'' Felge viewtopic.php?f=6&t=614.

100/90 - 19 M/C 57T TL
110/80 - 18 M/C 58S TT
120/80 - 18 M/C 62T TT
120/90 - 17 M/C 68T TT
120/90 - 18 M/C 71T TT
130/80 - 17 M/C 69T TT
90/90 - 18 M/C 51S TT
90/90 - 21 M/C 54T TT

Doch bei meiner Nixe nehme ich wieder den 90/90-21, die schmale Trennscheibe spurt im Gelände einfach noch besser. Der 8 Jahre alte Reifen hat zwar nach ca 15.000km noch minimal 2mm Profil und wäre im Sommer noch für ein paar km gut. Allerdings sollen Silica Reifen schneller altern und tatsächlich fühlt sich der neue Reifen deutlich weicher an. Der K60 läuft auch auf Asphalt recht ruhig und die Sägezahnbildung hält sich in Grenzen. Früher bin ich den Silika auch im Sommer gefahren, ohne negative Nebenwirkungen wie weg-schmieren oder erhöhtem Verschleiss.

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Gerade bei einem Winterrad sollte man vor der Reifenmontage einen Blick unter das Felgenband werfen - hier neigen die DID Felgen zur Blätterteigbildung. Hier war alles ok, da ich innen den beginnenden Gammel bereits entfernt und überlackiert hatte. Ausserdem wurden die Speichennippel und der schmale Kanal mit zähem, salzwasserbeständigen Fett eingeschmiert.

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Dank weicher Karkasse läßt sich der K60 noch halbwegs einfach selbst montieren. Bei den heute üblichen, sehr harten Karkassen hat man sonst kaum noch eine Chance. Das Ventil durch das Ventilloch zu bekommen ohne sich die Finger zu klemmen ist mit diesem Trick möglich - den reifen auf der gegenüberliegen Seite mit einen Montierhebel am Zurückrutschen hindern, dann von der anderen Seite mit Hammerstielen o.Ä. die Reifenflanke fixieren. Dann kommt man gut ran.

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Der Winter kann kommen :) Hinten ist ein Mitas Winterreifen aufgezogen viewtopic.php?f=6&t=1565.

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nabu kudurri usur
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Re: Heidenau K60 SiO2 (Silica)

Beitrag von nabu kudurri usur » Sa Okt 12, 2019 12:49 pm

scrambler hat geschrieben:
Sa Okt 12, 2019 6:39 am
Bei den heute üblichen, sehr harten Karkassen hat man sonst kaum noch eine Chance.
Yep! Vor drei Tagen hat der Reifendienst die abgefahrene 130er Pelle (Metzeler Tourance) nur sehr mühsam von der Domi-Felge runtergekriegt und dabei noch das Felgenband ruiniert. Früher habe ich selber mit Montiereisen schnell mal die Reifen gewechselt. Beim Tourance wäre ich heutzutage wohl gnadenlos gescheitert.

kiko
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Re: Heidenau K60 SiO2 (Silica)

Beitrag von kiko » Sa Okt 12, 2019 2:06 pm

Moin,
für das Einfädeln der Ventile benutze ich eine Einziehhilfe. 8€ beim Reifenhändler.
Nasse grüsse Stefan

TravelT
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Re: Heidenau K60 SiO2 (Silica)

Beitrag von TravelT » Sa Okt 12, 2019 5:34 pm

scrambler hat geschrieben:
Sa Okt 12, 2019 6:39 am
Ausserdem wurden die Speichennippel und der schmale Kanal mit zähem, salzwasserbeständigen Fett ...
Hi Michael, welches Fett nimmst du da genau?

Will demnächst meine Transalp winterfest machen und hab auch noch K60 Silica liegen...

Danke und Grüße

Tobi

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scrambler
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Re: Heidenau K60 SiO2 (Silica)

Beitrag von scrambler » So Okt 13, 2019 9:18 am

Ich nehme da das Belray https://www.motocross-shop.de/motocross ... WkQAvD_BwE (auch für Umlenkung etc). Was ich noch sagen wollte - ein neues Gummi Felgenband verhindert das Salzwasser an die Felgenhörner gelangt und geschmiert wird natürlich nur unter dem Felgenband ;) Das Zeugs ist so zäh, das kann man auch aussen an die verzinkten Speichennippel (die rosten sonst sehr schnell) schmieren kann, ohne das es abgewaschen wird.
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@ Stefan - interessant, hast du da evt. ein Bild oder einen Link wie die Einziehhilfe funktioniert?

kiko
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Re: Heidenau K60 SiO2 (Silica)

Beitrag von kiko » So Okt 13, 2019 1:38 pm

Moin. Habe nur diesen gefunden.
https://www.backyard-racing.ch/moose-ra ... 62510.html
Scheint nicht besonders verbreitet zu sein. Funktioniert aber super. Auch auf Reisen immer dabei.
Stefan

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Re: Heidenau K60 SiO2 (Silica)

Beitrag von HRC » So Okt 13, 2019 8:44 pm

scrambler hat geschrieben:
Sa Okt 12, 2019 6:39 am
Hallo Zusammen,

mein Ganzjahreslieblingsreifen ist der Heidenau K60 Silica (erkennbar an der SiO2 Markierung, nicht zu verwechseln mit dem normalen K60), den ich nun schon seit mehr als 18 Jahre auf der Nixe fahre. Die damals erhältlichen Enduroreifen härteten bei Kälte ziemlich aus und machten Winterfahrten auf nasser Fahrbahn zum Abenteuer. Da war der Silica eine Offenbarung - beeindruckend dokumentiert in diesem Reifentest Winterreifen Test Heidenau.pdf - 4 m weniger Bremsweg als mit der Serienbereifung!
Liest sich ja ganz positiv. Aber irgendwie müssen sie sich vor Seite 4 doch abgelegt haben, oder wieso hat er da keine linke Fußraste :?: ;)

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Re: Heidenau K60 SiO2 (Silica)

Beitrag von scrambler » Mo Okt 14, 2019 1:44 pm

HRC hat geschrieben:
So Okt 13, 2019 8:44 pm
Aber irgendwie müssen sie sich vor Seite 4 doch abgelegt haben, oder wieso hat er da keine linke Fußraste :?: ;)
Ja, den Test am Limit überlasse ich ganz gern anderen :) Da die heutigen Enduroreifen alle mehr oder weniger Silica enthalten würde mich mal interessen, wie sich der K60 SiO2 im Vergleich zu anderen schlägt - falls mal jemand sowas in einer Motorradzeitung sieht. Den AX41 Adventurecross werde ich hoffentlich nächstes Jahr selbst testen können, auf dem Hinterrad ist das ja auch ohne ABS noch halbwegs machbar.

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Re: Heidenau K60 SiO2 (Silica)

Beitrag von HRC » Mo Okt 14, 2019 3:07 pm

Den Grip dem Bremsen kann man ja auch vorne ausprobieren, indem man sich eine Stelle sucht, wo genug Platz ist und dann die Bremse halt schnell wieder öffnet, wenn das Rad blockiert. Wobei es evtl. auch gar nicht so weit kommt, wenn man den Bremsdruck langsam steigert. Bei den Road 5, die ich seit kurzem auf meiner SV habe, wollte ich es ausprobieren und habe aus ca. 80 gebremst und den Bremsdruck recht langsam gesteigert. Als kurz vorm Stillstand immer noch kein Limit erkennbar war, habe ich noch mal nachgefasst und beim Anhalten hat dann das Hinterrad einen Hüpfer gemacht.

Heikler ist das Thema, wieviel Grip man in Schräglage hat. Da traue ich mich auch nicht ran, das auszuprobieren. Zumal dann der Übergang auf 90° Schräglage recht abrupt kommen kann (wie ich vorletzte Woche feststellen musste, als ich auf einer Kartbahn nicht wahrhaben wollte, dass es regnet :oops: ).

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