Die Blaue... sie wird wieder Leben!

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scrambler
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Re: Die Blaue... sie wird wieder Leben!

Beitrag von scrambler » Di Dez 05, 2017 7:50 am

Enola Gay hat geschrieben:
Mi Nov 22, 2017 6:06 pm
Nachdem der neue Lichtmaschinen-Rotor incl. des ebenfalls neuen Anlasser-Freilaufs 'eigenhändig' v.d. neuen Besitzerin montiert wurde, ging es ans 'festziehen' der Teile - hier waren 95 Nm angesagt (!) Den Hebel 'beliebig' zu verlängern das hätten wir noch hinbekommen - am 'Angelpunkt' sind wir dann aber gescheitert (da musste mein Schwager mit 'Hand_anlegen').
Wie hälst du eigentlich den Rotor fest?
... und gibts nicht schon ein update ;) ?

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Enola Gay
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Re: Die Blaue... sie wird wieder Leben!

Beitrag von Enola Gay » Di Dez 05, 2017 9:26 am

Update 25.Nov.2017

Ich habe mich - da es dem Ende entgegen geht ( 8-) ) - nun mal dem 'Herz-Stück' des Motors gewidmet. Beim Zylinderkopf kann man so wieso nur alleine etwas bewegen - da ist kein Platz für zwei :mrgreen: .
Zielsetzung war/ist es die Ein- und Auslass-Kanäle zu 'optimieren' und alles was einer 'gerichteten Strömung' im Wege stehen könnte, zu Entfernen od. zumindest zu Begradigen.

DSCI0263.JPG

Mit einem 'Dremel' lassen sich solche Arbeiten heute ziemlich einfach durchführen - allerdings 'weg-gefräst od. -geschliffen' ist schnell - rückgängig machen lassen sich solche Aktionen dann nicht mehr. Genauso, wie riesig erweiterte Kanäle, kein 'Garant' für Mehrleistung sind 8-) (!)
DSCI0262.JPG
Wichtig bei derartigen Arbeiten, sind vor allem die entsprechenden Fräs-, Schleif- und Polier-Einsätze. Die Ventilsitz-Ringe sind 'sehr_Hart' das umgebende Aluminium des Zylinderkopfs hat ungefähr die Härte von 'Zahnpasta' ;) .
DSCI0261.JPG
für ein ungeübtes Auge, sieht der Zylinderkopf nach 2 - 3 Stunden immer noch so aus wie am Anfang - einzig
das daneben liegende Häufchen Späne und Schleifstaub lassen erahnen, dass man die vergangenen Stunden nicht (ausschließlich) in der Nase 'gepopelt' hat :mrgreen: (!)
Nächster / kommender Arbeitsschritt ist es die Ventilsitze nachzufräsen / aufzuarbeiten - dies ist bei einem 'Tassenstößel-Motor' ein nicht ganz ungefährlicher Vorgang, da sich bei zu heftigem Nachfräsen des Ventilsitzes möglicherweise anschließend das Ventilspiel nicht mehr einstellen lässt (!)
Wie auf den Bildern sichtbar, lassen sich die Einlass-Ventile evtl. nur durch 'einschleifen' und anschließendes Nachfräsen des inneren Winkels wieder 'hinbekommen' bei den Auslass-Ventilen sind tiefere Brandstellen sichtbar - hier wird es nicht ganz so einfach werden.
Aber 'ROM' ist auch nicht an einem Tag erbaut worden - 'Gut_Ding' will halt 'Weile' haben (!)

Gut's Nächtle - Herbert
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Re: Die Blaue... sie wird wieder Leben!

Beitrag von Enola Gay » Di Dez 05, 2017 9:34 am

Update 04.12.2017

Ich musste mir Heute erst mal das Werkzeug 'zusammen-leihen' - meine Ventilsitz-Fräser sind leider nicht passend für den NX250-Kopf. Ventil-Durchmesser und auch -Winkel wären noch passend - aber einen 'Pilot'
mit 4,5mm habe ich in meinem Fundus nicht :( .
Gut, dass das HONDA Schulungs-Zentrum in Schlag-Distanz liegt - und dass dort noch einige Leute arbeiten,
die mich (noch) kennen 8-) .
DSCI0283.JPG
Morgen Vormittag werde ich mir die Werkstatt 'warm_machen' und dann mal 'losfräsen' .

mfG. Herbert
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Re: Die Blaue... sie wird wieder Leben!

Beitrag von Enola Gay » Di Dez 05, 2017 10:38 am

Wie hälst du eigentlich den Rotor fest?
... und gibts nicht schon ein update ;) ?
Hallo Michael - das wollte ich eigentlich während des Motoren-Seminars erklären - aber ehe Du gar nicht mehr Schlafen kannst ... ;)
Was an den NX-Motoren überhaupt nicht geht, ist die Kurbelwelle auf einer Motorseite festhalten und an der anderen KW-Seite arbeiten - Bsp. an der Mutter des vorderen Primär-Ritzels festhalten und gleichzeitig den Lima-Rotor festziehen.
Dabei würde sich unweigerlich die Kurbelwelle 'verdrehen'. Das WHB sieht an dieser Stelle den 'Schwungrad-Halter' mit der Teile-Nr. 07725-0040000 vor.
(Den hat allerdings meistens kein Mensch 'zur_Hand')
Ich hatte vor während des Motoren-Seminars zu Demonstrieren, wie man einen Motor mit 'möglichst_wenig' Sonderwerkzeugen zerlegen und wieder zusammenbauen kann. Dabei spielt die Reihenfolge der anstehenden Arbeiten eine ganz wesentliche Rolle - ich werde dabei z.T. bewusst von der Reihenfolge im WHB abweichen.
In dem vorliegenden Fall habe ich die KW zum Festziehen des Lima-Rotors über die Pleuelstange blockiert (da Zyl. u. Kolben noch nicht montiert waren) dabei lassen sich unvorstellbare Kräfte übertragen ohne dass irgendwelche 'Verdreh-Kräfte' auf die (gepresste) Kurbelwelle einwirken.
Bei unseren KTM-Rennmotoren wäre es durchaus möglich die Kurbelwelle auf einer Seite festzuhalten und an der anderen Seite zu Arbeiten, da dort eine einteilige geschmiedete Kurbelwelle zum Einsatz kommt.

mfG. Herbert

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Re: Die Blaue... sie wird wieder Leben!

Beitrag von scrambler » Do Dez 07, 2017 6:41 am

Nächster / kommender Arbeitsschritt ist es die Ventilsitze nachzufräsen / aufzuarbeiten - dies ist bei einem 'Tassenstößel-Motor' ein nicht ganz ungefährlicher Vorgang, da sich bei zu heftigem Nachfräsen des Ventilsitzes möglicherweise anschließend das Ventilspiel nicht mehr einstellen lässt


Hallo Herbert,

Kann ich leider betätigen :( Wer es nicht mitbekommen hat: genau das ist beim Überholen des Zylinderkopfs meiner Nixe passiert - ein Ventil war zu tief im Sitz, so das sich auch mit den dünnsten Shim nicht mehr genug Spiel ergab. Ich mußte dann eine MD25 Nockenwelle mit kleineren Grundkreis nehmen, dann gings gerade so - ist aber hinsichtlich Leistung natürlich kontraproduktiv.

Enola Gay hat geschrieben:
Di Dez 05, 2017 10:38 am

das wollte ich eigentlich während des Motoren-Seminars erklären - aber ehe Du gar nicht mehr Schlafen kannst ... ;)


danke für die Info - hoffentlich habe ich jetzt die Spannungskurve nicht zerstört :) . Die Einlaßsitze sahen ja vorher ganz schön narbig aus - da fällt mir noch ein - was genau - ausser Zerlegen und wieder Zusammenbauen des Motors - kann eigentlich während des Motorseminars gemacht werden? Vermute mal, das z.b. Austausch der Wasserpumpendichtung, eine Überholung der Kurbelwelle, oder des Zylinderkopfs schon rein aus Zeitgründen nicht in Frage kommt?

Gruß, Michael

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