BMW K 75

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nabu kudurri usur
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BMW K 75

Beitrag von nabu kudurri usur » Di Jul 31, 2018 7:35 pm

Heute von der BMW-Werkstatt eine K 75 als Heimfahrmopped erhalten. Die Heimfahrt (8 km Luftlinie) dauerte mehrere Stunden und führte über 250 km quer durch den Thüringer Wald. Ich hatte gar nichts erwartet und bin total begeistert. Viel handlicher und leichter als die K 100 - und der Motor ist eine kleine Turbine. Hat richtig Spaß gemacht. Da kommt man ins Grübeln. So ne Karre kost' ja nicht viel...

Grüßle

Wolf-Ingo

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Enola Gay
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Re: BMW K 75

Beitrag von Enola Gay » Di Jul 31, 2018 8:14 pm

Ja Wolf Ingo - weniger ist manchmal mehr 8-) - das haben hier im Forum schon einige bestätigt.
Während meiner BMW-Zeit hatte ich auch mal eine K 75 S - das war ein 'feines_Eisen' (!)
Gekauft mit einem Front-Schaden (VR, Gabel, Rahmen) - nach einem WE in der Garage mit drei Freunden, Grill u. Apfelwein war sie wieder 'Fit' :mrgreen:. Der Rahmen hat damals incl. Werksangeh.-Rabatt 480,- DM gekostet. Heute vermutl. das 5-fache - wenn überhaupt noch lieferbar (!)
Die K75 hat sich in USA wesentlich besser verkauft als die K100 - bei den auf den Highways angesagten Tempi's lief der 3-Zyl. völlig ohne Vibrationen - der 4-Zyl. dagegen war in dem gleichen Geschwindigkeits-Bereich eher 'rauh' unterwegs.
Ich besass damals gleichzeitig auch noch eine R80 - als ich bei BMW 'ab-heuerte' mußte eine der beiden gehen - die K75 hat man mir damals aus der Hand gerissen - die R80 wollte keiner haben, also habe ich sie dann bis knapp 170.000 km selbst gefahren.

schönen Abend noch - Herbert

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scrambler
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Re: BMW K 75

Beitrag von scrambler » Mi Aug 01, 2018 9:24 am

Die K75S war damals die einzige von der K Baureihe, die mir optisch gefallen hätte. Von den Motorradzeitungen wurde der Dreizylinder ja durchweg gelobt - nur gekauft wurde sie kaum. heute ist sie zu moderaten Preisen zu bekommen https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-mot ... 0c305l7970

So eine K75RT könnte ich mir durchaus vorstellen, zum verreisen zu zweit - da sind die BMWs immer noch unschlagbar.
Andererseits bin ich gerade froh, das ich meinen Fuhrparkt soweit verringert habe, das ich mein Gespann endlich in den eigens erbauten Unterstand abstellen kann - extra mit abschüssigem Boden, damit ich bequem ohne Schieben rausrollen kann (fürs Alter muss dann ein Rückwärtsgang rein :) )
BMW aug2018.jpg
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Hante
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Re: BMW K 75

Beitrag von Hante » Mi Aug 01, 2018 10:06 pm

Damals war ich wirtschaftlich noch nicht soweit. Aber interessiert hat sie mich sehr.
Jetzt hab' ich meinen 3Zylinder. Ist schon eine eigene (interessante) Welt.... :D

Gruß Uwe

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250oz
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Re: BMW K 75

Beitrag von 250oz » Do Aug 02, 2018 8:43 am

Hm, wenn dann in Rennleitungsfarben.
Damit meine Nachbarn denken, ich gehöre dazu
und sie mich in Ruhe lassen ;-)

Grüße
Chris
Hauptsache 2 Räder und eine Kette :D

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nabu kudurri usur
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Re: BMW K 75

Beitrag von nabu kudurri usur » Do Aug 02, 2018 8:42 pm

Gestern 250 km, heute 200 km mitte K 75 durch die Gegend gebrettert. Ich werde süchtig. Es geht alles so leicht. Schmale Gummiwülste, vergleichsweise niedriges Gewicht. Wenn einer fahren kann, dann hängt er im Thüringer Wald locker ne Vierventiler K 100 RS ab. Wenn ich die Leihmaschine irgendwann zur Werkstatt zurückbringe, werde sie Augen machen wegen des Tachostandes. Vielleicht bring ich sie einfach nicht zurück und lass meine K 100 dort stehen. Grübel.....

P.S. Der Illg hat seinerzeit In MOTORRAD verkündet, die R 80 hänge die K 75 bis 120 km/h locker ab. Nach Lektüre dieses Berichts ist die K 75 damals aus meinem Beutespektrum flugs gestrichen worden. Ne R 100 hatte ich ja schon. Heute denke ich: Der Illg muss damals was getrunken oder geraucht haben, was seine Sinne kontaminiert hat. Traue niemals nicht keinem Tester!

guzzant
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Re: BMW K 75

Beitrag von guzzant » Fr Aug 03, 2018 7:33 am

Interessant zu hören, bei mir in der Nähe wird gerade so ein Alteisen angeboten. Ich find das Ding gut, gerade wegen dem Dreizylinder.

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 6-305-9344

Ich such noch ne Tourenmaschine, bis 2019 will ich eingekauft haben. Leider schwank ich noch stark was das richtige für mich ist. Es geht von der Morini Corsaro uber die alte Multistrada 1000 zu XTZ 660 ...

Vielleicht sollte ich einfach öfter Probefahren. :)

Eugen

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Re: BMW K 75

Beitrag von nabu kudurri usur » Fr Aug 17, 2018 4:54 pm

Die K 75 hat mich nicht mehr losgelassen. Ich guck mir jetzt mal unverbindlich (hüstel) welche an. Gestern schien es ein Angebot zu geben, dass man eigentlich nicht ablehnen kann. Es handelt sich um das hier:

https://suchen.mobile.de/motorrad-inser ... ion_dealer


"Sehr gepflegt", steht da, und nur wenige Kilometer auf dem Tacho. Das klingt attraktiv! Also schreibe ich dem Händler ne freundliche Mail und stelle einige technische Fragen (Ölverbrauch bekannt, wie viele Vorbesitzer, Laufleistung belegbar?) Zurück kommt eine pampige Mail: "Die Antwort haben Sie sich selbst gegeben. Kaufen Sie woanders!" Na gut, denke ich, jeder ist mal schlecht drauf, und heiraten will ich den Kerl ja nicht. Also rufe ich an. Der gute Mann ist immer noch einigermaßen aggressiv, rückt aber wenigstens ein paar Infos raus: 2 Halter, ältere Herren, die das Moped gepflegt und gehegt hätten. Er selber habe 2.300 Euro dafür bezahlt und gehe mit dem Preis auch nicht runter. Wenn ich das vorzügliche Töff haben wollte, müsste ich mich beeilen. Für den nächsten Tag seien zwei Interessenten angemeldet. Er reserviere mir aber das edle Stück 24 Stunden lang. Ok, sage ich, ich komme runter und nehme vorsorglich den Hänger mit. Das mache ich dann aber doch nicht. Das Wetter ist heute so gut, dass ich meine Vierventiler K 100 RS nach Ulm ausführen will. Um 11.00 Uhr bin ich beim Händler. Er hat nen Abschleppdienst und einen Schrottplatz. Mühsam bahne ich mir den Weg zwischen übereinandergestapelten Rostlauben nach hinten zum Büro und sehe die edle K 75 vor der Eingangstür. Ich ziehe den Kupplungshebel und treffe nach 2 mm Hebelweg auf einen unüberbrückbaren Widerstand. Die Kupplung ist nicht auszurücken. Na gut, dann probiere ich eben den Bremshebel aus. Der lässt sich locker mit einem Finger bis an den Gasgriff ziehen, obwohl der Bremsflüssigkeitsbehälter voll ist. Auf eine Probefahrt verzichte ich, weil das Gefährt ohnehin rettungslos von Schrottkarren zugestellt ist. Der Händler schenkt mir und meinen Fragen kaum Beachtung. Vom Gabelstaplersitz runter belehrt er mich, die Maschine sei nur was für Leute, die sich damit auskennten. "Das tue ich", kriegt er von mir zu hören, "genau deswegen kaufe ich sie auch nicht." Er zuckt die Achseln. Sowas ist er wahrscheinlich gewöhnt. Ich kraxele zur Firmeneinfahrt zurück und starte meinen Vierventiler-Kohlenkasten. Über Landstraßen und Autobahn geht es 320 km zurück. Jetzt bin ich wieder zu Hause, habe in den vergangenen Stunden 650 wunderbare Motorrad-Kilometer hinter mich gebracht und mich gefreut, dass meine K 100 trotz 160 - 200 kmh auffe Dosenbahn nur 4,9 Liter Superplus gesüffelt hat. Das ist doch super - oder? Ein wundervoller Tag, der ganz anders von mir bewertet würde, wäre ich so dämlich gewesen, heute früh den Hänger aus der Garage zu zerren.


Grüßle

Wolf-Ingo

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Re: BMW K 75

Beitrag von walli777 » So Aug 19, 2018 11:08 pm

Wolf-Ingo, alles richtig gemacht :D
Gruß, Karin

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nabu kudurri usur
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Re: BMW K 75

Beitrag von nabu kudurri usur » Do Aug 23, 2018 8:15 am

K 75 - die zweite: Gestern habe ich eine zweite Maschine besichtigt. Opa ist mit 76 Jahren verstorben und hat seiner Enkelin die Maschine vermacht. 70.000 km, drei Vorbesitzer. Offizielle Halterin ist aber Oma. Beide Frauen haben Null Ahnung vom Mopped. Außer Kfz-Schein und Brief gibt es fast keine schriftlichen Unterlagen. Schon als ich auf meiner K 100 daherkomme, ist die Stimmung leicht gereizt. Oma mag Motorräder offensichtlich nicht. Zudem scheint sie zu befürchten, von mir übers Ohr gehauen zu werden. Entsprechend forsch und einschüchternd tritt sie nun selbst auf. Die Maschine steht nicht bei ihr, sondern bei einem Harley-Händler, der mit dem Verstorbenen angeblich befreundet war.

Die beiden Damen gehen wohl davon aus, dass ich einen kurzen Blick auf die Maschine werfe und sie dann kaufe. Als ich anfange, unter das Motorrad zu gucken und nach dem Produktionsdatum der Reifen suche, begehrt Oma auf. Ich erkläre ihr den Sinn meines Treibens, werde von ihr aber wütend beschieden, dass ihr Verblichener Kfz-Meister war und die Maschine daher in allerbestem Zustand sei. Na ja, sage ich, nachschauen, ob alles in Ordnung ist, wird man ja noch dürfen. Die K 75, erkläre ich ihr, hat keinerlei Papiere, die ihre Laufleistung belegen können - und ein anderer Tacho ist schnell eingebaut. Ich beeile mich zu versichern, dass dies ja nur eine theoretische Erwägung, sozusagen eine Art Beispiel, sei und ich ihrem dahingegangenen Gemahl wirklich nichts unterstellen wolle, doch es ist bereits zu spät. Ungnädig wird mir beschieden, dass ihr vergötterter Gatte ein ehrlicher Mensch gewesen sei und ich das Motorrad ja nicht zu kaufen brauche.

OK, OK, sage ich und bitte darum, wenigstens den in der Halle werkelnden Harley-Händler befragen zu dürfen, ob er mir was zu der K 75 seines Freundes mitteilen kann? An Omas schnippischer Reaktion merke ich, dass ich kurz davor bin, den Bogen zu überspannen. Nach kurzer Diskussion darf ich die Halle aufsuchen und den Harley-Mann befragen. Merkwürdig ist schon, dass er als ausgewiesener Freund der Familie so demonstrativ (?) abseits bleibt. Meine harmlose Bitte, mir bei der Identifikation der DOT-Nummer der Reifen behilflich zu sein, lehnt er unwirsch ab. Mit der Maschine wolle er nichts zu tun haben. Ich bohre noch ein wenig nach und bekomme zwischen den Zeilen die Empfehlung, besser im Internet nach einer passenden Maschine zu suchen. Wieder draußen bei Oma angelangt, setzt sie mir die Pistole auf die Brust: Ich soll mich unverzüglich entscheiden, denn es gebe noch andere Interessenten, die ganz wild darauf seien, die K 75 zu kaufen. Als wohlerzogener Mensch will ich da natürlich nicht weiter im Wege stehen. Demgemäß teile ich ihr meinen aufopferungsvollen Verzicht mit. Glücklich, Omas Zugriff entronnen zu sein, setze ich meine bei Nürnberg unterbrochene Heimreise eilends fort.


Grüßle

Wolf-Ingo

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