XR 650 L Baustelle

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guzzant
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XR 650 L Baustelle

Beitrag von guzzant » Fr Mai 05, 2017 6:16 am

Guten Morgen,

Ich stell mal meine Baustelle vor. Dieses Frühjahr hab ich mir eine verwarloste XR 650 L (Motor Baugleich mit der NX 650) gekauft in der Hoffnung sie zu einem günstigen Allwetterganzjahresmoped herrichten zu können. Das hat mich schon einige Nerven gekostet, aber langsam geht's voran. Nachdem wir den Zylinderkopf überarbeitet haben(Nockenwelle/Kipphebel/Kopfdichtung...) und grob den Rost am Rahmen und Rädern beseitigt haben, gibt's wohl noch Probleme mit der Spritversorgung. Den Vergaser hatte ich schon raus und gereinigt, dabei bekam sie noch eine großere Hautdüse(160 auf Verdacht) einen K&N Luftfilter und einen CRD Krümmer.Sie lief nach dem Zusammenbau auch schon, eigentlich sogar richtig gut. Was mir schon anfangs aufgefallen ist ist der Kaltsatart. Der Choke musste voll gezogen sein und den Gas dürfte ich die ersten 10 sec nicht berühren. Im Fahrbetrieb ging sie mir dann plötzlich mal aus und sprang 2/3 min auch nicht mehr an. Dann lief sie unwillig (bei Drehzahl stottern ein Stück bis sie wieder normal lief. Jetzt will sie gar nicht mehr anspringen, manchmal hört mann beim ersten Orgeln vielleicht 2/3 Takte wo sie fast ansprint dann geht nichts mehr. Den Zündfunken hab ich gestern noch kontrolliert, der sieht fett aus. Ich denke den Vergaser muss ich nochmal ausbauen. Auf was tippt ihr, verstopfte Leerlaufdüse ?
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Grüße aus dem Illertal
Eugen
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Re: XR 650 L Baustelle

Beitrag von scrambler » Fr Mai 05, 2017 7:13 pm

Hallo Eugen,

cooles Moped - als die X650L 1993 rauskam hatte ich mir gerade die Domi neu gekauft und im Folgejahr gleich die Verkleidung demoliert - drum wurde die XR gleich mein Traummotorrad, weil ohne Verkleidung. War aber als Student unerreichbar - und später hatte ich kein Gelände mehr für sowas. Und wer hätte gedacht, das die XR (deren Motor mit der 1993er Domi identisch ist) auch noch 24 Jahre später praktisch unverändert gebaut wird. Aber zu Sache ;-) - hast du den Vergaser ultraschall gereinigt? Klingt tatsächlich als wenn eine der feinen Leerlaufbohrungen verstopft wäre. Grundeinstellung nach Werkstatthandbuch gemacht ? (falls keins vorhanden, bitte melden ;) ). Ist bei der XR die Gemischschraube blockiert? Sonst könntest du versuchen, die weiter raus zudrehen und zu schauen, obs besser wird. Auch nach dem SLS kann man mal schauen, ob alle Schläuche dicht sind bzw. wenn das SLS abmontiert ist ob auch alle Öffnungen am Vergaser verschlossen sind.

Gruß, Michael

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Re: XR 650 L Baustelle

Beitrag von guzzant » Sa Mai 06, 2017 8:19 am

Hallo Michael,

das Werkstatthandbuch hab ich, danke. Nach dem SLS Abbau bin ich schon gefahren, da sollte also alles passen. Der Vergaser war aber noch nicht im Ultraschallbad. Eigentlich sah er innen ganz gut aus, ich hab ihn nur so gereinigt. Die Blockierung der Leerlaufdüse hab ich abgeschliffen. ich hab sie jetzt 3 Umdrehungen raus, vielleicht versuch ich's vor dem erneuten Zerlegen des Vergasers nochmal mit mehr.


Eugen

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Re: XR 650 L Baustelle

Beitrag von guzzant » Sa Mai 06, 2017 2:32 pm

Nachdem ich die Schwimmerkammer abgenommen habe und an den Düsen gefummelt habe läuft die gute. Endlich bereit für den Tüv : :D

Dann kann ich mich bald um die Nixe kümmern.

EUGEN

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Re: XR 650 L Baustelle

Beitrag von scrambler » So Mai 07, 2017 8:14 am

guzzant hat geschrieben:
Sa Mai 06, 2017 2:32 pm
Nachdem ich die Schwimmerkammer abgenommen habe und an den Düsen gefummelt habe läuft die gute. Endlich bereit für den Tüv : :D
Hallo Eugen,
gut zu hören ;) -doch sollte mal bei gelegenheit der Vergaser ultraschall gereinigt werden, die Ablagerungen können u.a. für Gemischabmagerung sorgen, was bei der 650er nicht gut ist. Bei der Gelegenheit: ist eigentlich etwas über die Ursache des Motorschadens bekannt? Diese sollte natürlich abgestellt werden denn sonst werden auch die neuen Teile kein langes Leben haben ;)
Gruß, Michael

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Re: XR 650 L Baustelle

Beitrag von guzzant » So Mai 07, 2017 9:43 am

Hi Michael,

du hast es vielleicht im XR Forum schon mitverfolgt, es gab mehrere Stellen die für den Schaden verantwortlich sein könnten. Als ich die Kiste bekam waren schon mal die Ventile beim falschen OT eingestellt. das kann aber eine folge der Reparaturversuche beim Vorbesitzer gewesen sein. Mir sind dann vertauschte Schrauben an der Ölsteigleitung aufgefallen. Das Ölsieb im Rahmenrohr war zu 3/4 mit Schlacke zugesetzt. Der Kurbelwellensimmenring ging sehr locker auf die Welle. Nach dem Zusammenbau hatten wir aber immer noch zu wenig Öl an der Steigleitung, Das lag dann noch an der Ölleitung vom Rahmenrohr zum Motor. Da ich das ab hatte kann ich mir den Fehler aber selbst eingebaut haben. Nachdem ich die durch ein Schlauchstück ersetzt habe hatte ich fett Druck an der Steigleitung. Sicherheitshalber hab ich mir das im XR Forum angebotene Öldruckmessinstrument angebaut. Das soll mir die nächsten paar tausend Kilometer Gewissheit geben das alles ok ist.
Zum Thema Schlauchstück im Ölkreislauf. Wo bekomme ich einen Schlauch der Öl/Temp.beständig bis 140 Grad (was ja mal sein kann) ist. Momentan hab ich einen verstärkten Benzinschlauch angebaut. Die geben aber nur Temp bis 90 Grad frei ?

Mit etwas Glück hat der Unterbau noch nichts abbekommen, Goldene Späne konnte ich zumindest nicht entdecken.

Eugen

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Re: XR 650 L Baustelle

Beitrag von scrambler » Mo Mai 08, 2017 12:54 pm

Hallo Eugen,

ok, dann ist das hier deine ;) http://www.xr-forum.de/smf/index.php/topic,25077.0.html . Die kurze Ölleitung ist vermutlich eher nicht für den Kopfschaden verantwortlich, da himmelt es eher den Kolben :shock: . Vermutlich könnte es der Kurbelwellensimmering gewesen sein oder der Verkäufer hat schlicht nicht oft genug nach dem Öl geschaut. Bzgl. des Benzinschlauchs können die auch höhere Temperaturen ab als angegeben - aber das Problem ist, das die dann weich werden und nachgeben. Ich würde daher lieber Stahlflexschlauch nehmen wie man den auch für Ölkühler verwendet.

Gruß, Michael

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