NX650 black bomber

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NX650 black bomber

Beitrag von scrambler » Di Sep 18, 2018 9:34 am

1965 hatte sich der Motorradmarkt in Deutschland von der Implosion Mitte der Fünfziger immer noch nicht erholt, noch immer sank der Bestand (d.h. es wurden mehr verschrottet als neu verkauft) an Motorrädern von Jahr zu Jahr. Neben einen Imageproblem (kann sich wohl kein Auto leisten) machten auch die sehr hohen Versicherungs und Steuerprämien dieser Zeit den 100-Meilen-Rennern zu schaffen. Als Folge war das Angebot an „großen“ Motorrädern über 350ccm sehr übersichtlich, von den deutschen Herstellern war nur noch BMW mit den alten Vollschwingen R50/R60/R69 übriggeblieben. Ansonsten gab es neben Harley nur noch diverse englische Hersteller wie AJS, Triumph oder BSA, die zu dieser Zeit den bereits boomenden US Markt trotz ihrer vorsintflutlichen Motorentechnik beherrschten. Yamaha und Suzuki waren mit kleinen Zweitakt Ein- und Zweizylinder bereits präsent. Guzzi sollte den V2 erst 1966 vorstellen, Ducati noch später (1970).

Honda hatte sich mit hochdrehenden 125-250er Zweizylindern bereits einen Namen gemacht und nannte sich stolz (wie heute auch) größter Zweiradhersteller der Welt. Allerdings eine Mogelpackung, da Kleinkrafträder wie die Honda Super Cub den Löwenanteil ausmachten (wie heute auch). Die Cub wird übrigens 2019 auch offiziell nach Deutschland importiert https://www.motorradonline.de/motorraed ... 85322.html. Große Motorräder über 350ccm hatte Honda bis 1965 nicht im Angebot, daher schlug die CB450K ein wie die sprichwörtliche Bombe. Der fahrtwindgekühlte 2-Zylinder-Viertaktmotor hatte gleich zwei oben liegende Nockenwellen (DOHC) und das in einer Zeit, in der eine untenliegende Nockenwelle noch die Regel war. Eine technische Spielerei (für die Honda später noch berühmt-berüchtigt wurde) waren drehstabgefederten Ventile, ein aus dem Motorsport übernommenes Novum. Damit erreichte die CB450 43PS und drehte bemerkenswerte 10.000 U/min. Die deutschen Motorradfahrer blieben allerdings zurückhaltend beim Kauf, obwohl die CB450 nicht teurer war als die englischen oder deutschen Twins. Man traute wohl der Renntechnik nicht so ganz (Honda hatte, allerdings mit Vierzylindern, etliche Meisterschaften gewonnen). Tatsächlich traten anfangs einige Kurbelwellen- und Zylinderkopfschäden auf, womit Honda nicht alleine war – auch die englischen Maschinen dieser Zeit waren nicht gerade Musterbeispiele an Haltbarkeit.

Ungeachtet dessen verkauften sich die BSA Thunderbolt http://www.napaliprop.com/BSA-r3qtr.jpg oder Triumph Tiger https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... er_100.jpg in den USA wie geschnitten Brot (eine schöne Zusammenfassung findet sich hier http://www.winni-scheibe.com/ta_marken/bsa/a65typen.htm) – weshalb Honda in die CB450 größte Hoffnungen setzte. Aber auch in den USA blieben die Käufer zurückhaltend, neben der Haltbarkeitsfrage mochte auch das sehr konservative Design eine Rolle gespielt haben – mit Hülsen an Federbeinen und Gabel, Tacho im Scheinwerfer und im altmodischen Schwarz (als einzig erhältliche Farbe) sah die CB aus wie aus den Fünfzigern übriggeblieben. Der Tank und seine Chromblenden hatten eine nach vorn abfallende, stupsnasige Linie, was die Amerikaner an die Schnauzen ihrer zweimotorigen WKII Bomber http://www.aviation-history.com/douglas/a20-12a.jpg erinnerte. Womit die CB450 ihren Spitznamen black bomber weghatte.

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Ob es nun am Design, der komplizierten Technik oder am mangelnden Hubraum lag – die Amis wollten sie nicht und bald lagen tausende CBs auf Halde. Bevor nun bei Honda USA Köpfe rollten hatte einer von ihnen noch rechtzeitig die rettende Idee. Schon vorher verkauften sich geländetaugliche Scrambler in den USA blendend, also wurde flux ein Scrambler Umbausatz mit hochgelegtem Lenker und Auspuff für den nachträglichen Umbau produziert – die Scrambler CL450 war geboren https://nippon-classic.de/classic-bikes ... f-abwegen/ und wurde vom US Markt gut angenommen. Ab 1968 wurde die CL450 dann als eigenständiges Modell angeboten und verkaufte sich in den USA blendend – und wurde damit zum ersten Sargnagel der britischen Motorradindustrie. Die CL450 wurde sogar in Deutschland angeboten, doch nur sehr selten verkauft - dieses Adventure Bike war seiner Zeit einfach zu weit voraus.

1968 kam das Nachfolgemodell CB450K1 auf dem Markt (rückwirkend erhielt die erste Version die Bezeichnung K0). Die K1 hatte eine eher konventionelle Tanklinie, es gab sie auch in weiteren Farben - so dass genau genommen nur die K0 eine black bomber ist, wenn auch später der Volksmund diesen Namen auf die nachfolgenden Modelle übertrug. Auch technisch hatte sich einiges getan, im Getriebe gab es nun fünf Gänge und Kurbelwelle/Ventiltrieb wurden modifiziert und die Leistung auf 45PS erhöht. Leider wurde auch die Kurbelwellenlagerung vereinfacht, was wieder zu einigen Schäden führte - so auch bei der Dauertestmaschine von MOTORRAD, die bei 6000km einen neuen Motor benötigte. Ansonsten war Redakteur Ernst Leverkus „Klacks“ https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Leverkus durchaus angetan und merkte an, das man bei einem solchen Rennmotor ja wohl keine 100.000 störungfreie km erwarten könne.

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In der Folgezeit gab es noch weitere Versionen der CB450 (K2-K7), irgendwann hatte Honda auch das Kurbelwellenproblem im Griff. Doch richtig gut sollte sie sich nie verkaufen, was mutmaßlich auch an der internen Konkurrenz lag. Denn die Motorrad Neuzeit kündigte sich in einer kurzen Notiz in MOTORRAD 18/1968 an. Eine neue 750er Honda war in Sicht, die 1969 dann schließlich als CB750 den Motorradbau revolutionierte. Die Technik war mit OHC Steuerung und gewöhnlichen Ventilfedern konventionell, doch vier Zylinder in Großserie waren neu. Als Folge kamen eine Flut von Vierzylindern aller Hubraumklassen auf den Markt (Ironie der Geschichte: heute sind Vierzylinder eine aussterbende Art und Zweizylinder wieder hip), die der englischen Motorradindustrie innerhalb weniger Jahre den Garaus machte. Auch die CB450 sah plötzlich ganz alt aus und wurde 1975 vom Markt genommen. Der Motor wurde (von einer kurzlebigen CB500T abgesehen) nicht weiterentwickelt – die nachfolgenden CB400/450 hatte einfachere OHC Motoren.
Die CB450K wurde, wohl wegen der geringen Stückzahlen, schnell vergessen bis Mitte der 80er Veteranen hipp wurden und CB450/CL450 wieder in den Motorradzeitschriften auftauchten – so das die meisten schon mal von einer black bomber gehört hatten. Wenn auch die wenigsten mal eine gesehen oder gar gefahren hatten.
20 Jahre nach der K1 kam die NX650 auf den Markt.
Und wieder 30 Jahre später überlegte ich, womit ich mir im Winter 18/19 die Zeit vertreiben könnte :)

whitewing
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Re: NX650 black bomber

Beitrag von whitewing » Mi Sep 19, 2018 7:12 pm

1971-72 habe ich die CB450 gefahren. Auf ihr habe ich meine ersten Fahrversuche gemacht und bin mit Vollspeed in die Büsche gerast. Ich zitterte danach, wenn ich sie sah. Aber mein damaliger Verlobter ließ nicht locker und zwang mich sie zu fahren, bis ich es konnte. Danach war ich hoch motiviert und machte dann meinen Motorradführerschein in Hamburg (im Eis und Schnee). Ich fuhr dann mit ihr oft zum Abendgymnasium; es gab aber immer wieder mal Probleme mit dem Anspringen.
Das Hochbocken war nur mit einem energetischen Trick zu erledigen, den ich beherrschen musste. Ich erinnere mich gut, dass mir ein paar Kommilitonen helfen wollten, sie hochzubocken und es nicht schafften; (der Hamburger Berufsverkehr war nicht ohne und ich brauchte Entstressmomente) ich zeigte ihnen dananch aber wie. Das war lustig :D . Seinerzeit hörte ich auch Sprüche wie: "Wo will denn das Motorrad mit dem Mädel hin". Der große Tank schien mich zu verdecken.

LG
Evelin

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Re: NX650 black bomber

Beitrag von scrambler » Do Sep 20, 2018 8:02 am

Hi Evelin,
danke für den Erfahrungsbericht - hätte nicht gedacht, das tatsächlich hier schon mal jemand die CB gefahren ist. Für eine Einsteigerin ist das eine ganz schöne Leistung - die CB war ja damals geradezu ein bigbike. Ich habe damals auf einer leichten 17PS CM185 angefangen :roll:

Wieso ich auf die black bomber gekommen bin - eigentlich war ich schon immer ein Oldtimerfan – so ein mächtiger Einzylinder in einem Rundrohrrahmen wie Horex regina, NSU Konsul oder BSA Gold Star, das wär’s. Leider reichen dazu meine handwerklichen Fähigkeiten nicht aus, wer nicht willens und in der Lage ist, Teile selbst zu fräsen, drehen oder zu schweißen und ggf. dem Zündfunken oder der Limaladeleistung hinterher zu telefonieren sollte meiner Meinung nach tunlichst die Finger von einem Oldtimer lassen. Es sei denn, er hat zu viel Geld. Das war auch der Grund, warum ich damals meine eigene Domi umgebaut habe viewtopic.php?f=22&t=71&start=90, statt einen Oldi zu restaurieren. Und das einzige, was mich bei meiner Domi wirklich stören könnte ist der Vierkantrahmen/Schwinge, zwar schön stabil, aber wenig klassisch. Daher hatte ich schon vor einiger Zeit den Einfall, den Domi Motor in ein altes Fahrwerk einzubauen, wie es schon mal jemand mit dieser SR650 gemacht hat https://www.caferacer-forum.de/viewtopi ... 296&t=1494 - meiner Meinung nach einer der schönsten Umbauten mit Domi Motor überhaupt. Leider sind in dem Link inzwischen alle Bilder verschwunden – hier ist noch eins.
SR650.jpg
Am liebsten wäre mir ja ein Rahmen mit geradeweg Federbeinen ala NSU Konsul http://www.oldmotoautoforsale.de/images ... nsul_4.jpg gewesen – doch diese sind nicht zu bekommen. Außerdem wäre die Differenz in der Motorleistung zu groß gewesen, was vermutlich Probleme bei der TüV Abnahme gemacht hätte. Von diversen englischen Marken gibt es diese Rahmen ebenfalls, doch sind welche mit deutscher Zulassung ebenfalls nicht aufzutreiben – und englische Rahmen sind ohne gültige Papiere in D nicht (jedenfalls nicht legal) zuzulassen. Auf der Suche nach richtig alten Rahmen mit genügend Leistung (wie oben erwähnt gab’s Mitte der 60er nicht viele Bigbikes) bin ich dann schnell auf die CB450K gestoßen. Das Angebot an kompletten CB450/CL450 ist überraschend groß, aufgrund des Oldtimerbooms wurden viele Maschinen aus den USA importiert. Allerdings war der originale CB Motor nie eine Option für mich, schon bei unserer NX250 gibt es ja viele Motorenteile nicht mehr, eine Überholung eines CB Motors dürfte daher nur etwas für finanzkräftige Liebhaber sein. Der Domi Motor hingegen ist auch heute noch – relativ - einfach in den Griff zu kriegen und vor allem weiss ich schon, das er mir liegt. Ob so ein hochdrehender Twin meins wäre hätte ich erst "erfahren" müssen.

Da der Motor das bottleneck der CB450K ist bekommt man Rahmen praktisch hinterhergeschmissen – auch Räder sind sehr günstig (um die 80€) zu bekommen. Gute Chromteile, Schalldämpfer und Tanks sind natürlich unbezahlbar, aber orginal sollte sie sowieso nicht werden. Allerdings ist erst mal die Frage, ob ein 650er Einzylinder überhaupt in ein 450 Twin Fahrwerk paßt, was mir natürlich niemand beantworten konnte. Daher mal kurzentschlossen einen CB450K1 Rahmen gekauft. Eigentlich keine black bomber, aber wer weiss das schon.

Und wie man sieht paßt der Dominator Motor fast perfekt in den CB450 rahmen, ohne das man irgendwo flexen müßte. Die hintere untere Motorhalterung kann man sogar ohne Änderung nehmen, alle anderen benötigen nur neue Halteplatten. Einziger (optischer) Haken ist, das das Motorgehäuse ca 4cm über dem Rahmenunterzug ist - hier fehlt die Ölwanne des nassumpf Motors der CB450 (wenn ichs könnte würde ich mir am liebsten eine Ölwanne dranschweißen - Trockensumpf ist sowieso Mist :wink: ).

Da der Domi Motor mit 45PS kaum stärker als der CB450 Motor ist müßte eine Eintragung möglich sein - Abgas und lautstärke mußten bei dem Baujahr ebenfalls machbar sein :) . Frage ist: würde mir das dann später wirklich passen? Der CB450 Rahmen ist im Vergleich doch arg spargelig geraten - mich würde mal interessieren, wie sich eine CB450 aus heutiger Sicht fährt :) - der serienmässige Lenkungsdämpfer läßt da nichts gutes ahnen.

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Re: NX650 black bomber

Beitrag von scrambler » Mo Sep 24, 2018 6:18 am

Vom Umbau meiner Domi war noch ein alter NSU OSL Tank übriggeblieben, der absolut nicht auf den Domirahmen passen wollte. Auf den CB Rahmen paßt er ohne Änderungen

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Auch hinten, wo sonst der breite Domirahmen ein Aufweiten des Tanktunnels nötig macht. Und die Aussparung des Tank schreit ja geradezu nach einem Schwungsattel ;)

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Ein Problem hätte der Vergaser sein können, der ja im Domirahmen mittig im Doppelschleifenheck sitzt - die CB hat aber ein Zentralrohr, das im Weg ist. Zum Glück gibts die SLR650, die hat einen gewinkelten Ansaugstutzen. Damit paßt der Keihin perfekt rein - nur der Tank sitzt etwas auf. Da noch einen schönen Ansaugtrichter dran :P . Dürfte aber leider selbst mit BJ 68 lärmmässig nicht zu machen sein. Der Zollstock deutet schon mal die wichtigste ungeklärte Frage an: ob man eine korrekte Kettenflucht hinbekommt. Aber dazu muss ich erstmal ein Hinterrad auftreiben.

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Re: NX650 black bomber

Beitrag von Hante » Mo Sep 24, 2018 8:53 pm

Schon geil was du so treibst :)
Halt uns auf dem laufenden, ich lese deine Beiträge gerne.

Gruß Uwe

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Re: NX650 black bomber

Beitrag von 250oz » Mi Sep 26, 2018 8:08 am

Da bin ich auch sehr gespannt, was dabei
heraus kommt :)

Grüße
Chris
Hauptsache 2 Räder und eine Kette :D

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Re: NX650 black bomber

Beitrag von scrambler » Do Sep 27, 2018 7:09 am

250oz hat geschrieben:
Mi Sep 26, 2018 8:08 am
Da bin ich auch sehr gespannt, was dabei
heraus kommt :)
weiss ich auch noch nicht so genau ;) - hauptsache, erstmal ein fahrbereites Motorrad zu bekommen.

Es kommt auf jedenfall wieder eine kleine Lithium Batterie rein, möglichst nahe am Anlasser - und die Kabel würden natürlich einen Baumwollüberzug bekommen :)

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Inzwischen sind die Ölleitungen der XBR sind angekommen. Weil der CB Rahmen keinen Öltank hat muss der ja irgenwohin ins Rahmendreieck. Bei der XBR hat Honda auf einen hoch liegenden Rahmen Öltank wie bei der Dominator verzichtet und diesen tief im Heckrahmen platziert, zusätzlich wurden die Ölleitungen im hohen Bogen oberhalb des Motors verlegt und nicht etwa unsichtbar unterhalb des Motors. Die Fachpresse hat damals bei der Präsentation über diese provisorisch anmutende Verlegung viel gerätselt.
Nach den Erfahrungen mit der Dominator ist klar: das ist die technisch bessere Lösung, weil so der Öltank im Stand nicht leerlaufen kann (http://nx650dominator.de/Kontrolle-Oelstand/Wetsumping/). Die Domi Ölpumpe braucht deswegen ein Rückschlagventil, damit das Öl im Rahmentank bleibt. Was erstens auch nicht immer funktioniert und zweitens kann dieses Ventil selbst zu Ölversorgungsproblemen führen. Die XBR Ölpumpe hat dieses Ventil nicht - ein Problem weniger. Deswegen muss der Öltank möglichst tief liegen, damit der Sauganschluss deutlich unterhalb des Leitungsbogens liegt. Bei der Domi war diese Lösung leider nicht möglich - das Zentralfederbein ist im Weg. Aber bei meiner Black Bomber wäre das möglich.

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Re: NX650 black bomber

Beitrag von scrambler » Fr Sep 28, 2018 3:32 pm

Eine wichtige Sache war noch zu checken, also mal ein CB450 Hinterrad besorgt - die Kettenflucht sollte ja auch stimmen. Dabei fiel gleich auf, das die Steckachse zu lang, das Rad sich nicht mittig platzieren liess, weil links zu breit und überhaupt die Nabe einen Ruckdämpfer hat, was die CB Räder nicht haben ... falsches rad, nach Sichten von Internetbildern vermutlich von einer CB750K :cry: .


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Also zurück mit dem Ding und ein richtiges besorgt ... zum Glück ists bis zum Winter noch etwas hin :wink: Immerhin habe ich nun Fußrastenhalter - in GB sind Teile recht häufig, dauert halt nur ne Weile. Der Schalthebel sitzt schon mal richtig - muss nur 2-3cm verlängert werden (oder evt. ändere ich auch die Fußrastenhalter - sind zu breit/zu weit oben/ zu weit vorne). Und schon mal Krümmer für die XBR besorgt .... schaut so langsam nach Motorrad aus :)

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Re: NX650 black bomber

Beitrag von scrambler » Di Okt 02, 2018 6:55 am

Inzwischen ist ein richtiges CB450k Hinterrad (kostenpunkt: 70€ :D ) angekommen - leichter Rostansatz, aber technisch ok und kann erstmal so verwendet werden. Es hat diese nur begrenzt wirksame Ruckdämpfung, mit kleinen Gummidämpfern in der Nabe und einem Sprengring zur Sicherung des Kettenrads.

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Mit dem Hinterrad war ja noch die wichtige Frage der Kettenflucht eindeutig zu klären. Rechts ist ein Stehbolzen samt Mutter des kupplungsdeckels im Weg, also den Deckel angesenkt, den Bolzen ausgedreht und stattdessen eine Senkschraube eingedreht. Jetzt kann der Motor 4mm nach rechts rücken und sitzt fast mittig im Rahmen.

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Die Domi hat ein Bundritzel, mit dem Bund nach aussen gewinnt man nochmal knapp 3mm Spielraum.

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Bleiben aber trotzdem noch ca 5mm (jetzt wäre wohl eine gute Gelegenheit für den Kauf eines Kettenlasers :)) die das Kettenrad nach aussen wandern muss, dann sollte es passen. Dafür müßte ich mir einen Adapter für die NX650 Kettenräder drehen lassen oder gekröpfte Kettenräder. Eine Sonderanfertigung wäre so oder so nötig, denn die CB hat eine ewig lange Sekundärübersätzung (16x33Z) während sich die Domi (15er Ritzel) am schönsten mit einem 45er Kettenrad (siehe Bild) fährt.

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Re: NX650 black bomber

Beitrag von scrambler » So Okt 07, 2018 6:26 am

Unfeinerweise hatte der Vorbesitzer des CB Rahmens nicht noch Vorderrad / Gabel draufgelegt :wink: Und weil das einzige in der deutschen Bucht angebotene Trommelbrems Vorderrad fast einen halben Tausender kosten sollte (und das in einem schlechten Zustand) wollte ich eigentlich auf eine etwas modernere Gabel/Bremse aufrüsten. Nach einem Gespräch mit Herbert, der mir bestätigte, das die Mono-Scheibenbremse der frühen Hondas keinesfalls besser und bei Nässe sogar erheblich schlechter als die Duplex der Black Bomber ist habe ich mich nochmals bei Ebay US umgeschaut und konnte tatsächlich ein Vorderrad zu einem Spottpreis ergattern - nicht mal ein viertel :wink: Und fantastisch erhalten, kein Rost an der Felge, alles noch leichtgängig, sogar die Radlager sind noch gut. Sagenhaft - als wäre es nur ein paar tausend km gelaufen.

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Nun auch eine Gabel aufgetrieben, damit ich das Vorderrad montiert sehen kann :P . Dieses stammt übrigens von der Cl450, der Scramblervariante - mir war entgangen, das die CB ein 18'' Vorderrad hat. Aber ich wollte sowieso lieber 19'' - viel klassischer.

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Schon fast ein rolling chassis - mit dem größeren Vorderrad kann man evt. auch eher die Gabel noch ein paar cm tieferlegen. Und mal probeweiser den Louis Auspuff Conic "lang" drangehalten - ist mir aber zu lang.

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