Kaiser Pauls Vermächtnis: nach Avila (1978)

Zeigt her Eure Nixen - ob auf Island oder im Sauerland
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nabu kudurri usur
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Re: Kaiser Pauls Vermächtnis: nach Avila (1978)

Beitrag von nabu kudurri usur » Mo Jan 01, 2018 6:01 pm

Über den Port d’envalira geht es nach Andorra, ein wenig attraktives Touristenkaff. Es bleibt saukalt, aber wenigstens hört der Regen auf. In der Cantina dels Recons, einer Art Blockhütten-Restaurant, verzehren wir ein feudales Mittagsmahl.

https://www.google.de/maps/place/La+Can ... 4d1.590215
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nabu kudurri usur
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Re: Kaiser Pauls Vermächtnis: nach Avila (1978)

Beitrag von nabu kudurri usur » Mo Jan 01, 2018 6:01 pm

In Spanien begrüßt uns ein sonniger Himmel. Über Lleida geht es auf die N II Richtung Westen. Die tiefstehende Sonne blendet stark. Zudem sind kratzerfreie Visiere 1978 noch Zukunftsmusik. Sehr eindrucksvoll: die riesigen Silhouetten der für die Sherry-Marke Osborne werbenden Stiere. Das unten stehende Bild habe ich leider nicht selbst geschossen. Es stammt von: Von Manuel M. Vicente aus Spain - Flickr, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1608170
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Re: Kaiser Pauls Vermächtnis: nach Avila (1978)

Beitrag von nabu kudurri usur » Mo Jan 01, 2018 6:02 pm

Kurz vor Candasnos stoßen wir auf das Ein-Sterne-Hotel „La Cruzanzana“, das von außen wie ein Palast aussieht. Wir sind begeistert von den Preisen (Zimmerpreis unter 10 €!), vom Essen und von unserem Zimmer: Wir nächtigen in einem schönen Raum mit Blick auf einen Innenhof, in dem viele Kaninchen gehalten werden. Im nächtlichen Mondlicht gibt das einen ganz zauberhaften Anblick. Leider ist das – mittlerweile heruntergekommene - Hostal heutzutage geschlossen.
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Re: Kaiser Pauls Vermächtnis: nach Avila (1978)

Beitrag von nabu kudurri usur » Mo Jan 01, 2018 6:02 pm

Weiter geht es nach Westen. In Calatayud will ich mir die örtliche Burg ansehen und überschätze meine bescheidenen Fahrkünste kolossal. Auf einem leicht ansteigenden Feldweg, der mir heute nicht einmal ein müdes Lächeln abfordern würde, verlässt mich der Mut. Ich bremse, wir stehen, aber das Moto rollt langsam zurück. Die Füße brauche ich zum Balancieren; und die Handbremse bleibt wirkungslos. Wir rutschen zurück und fallen schließlich im Zeitlupentempo um, was Sigrid eine eingestaubte Kombi und mir einen roten Kopf verschafft. Es soll der einzige gemeinsame Sturz in 40 Jahren bleiben.
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Re: Kaiser Pauls Vermächtnis: nach Avila (1978)

Beitrag von nabu kudurri usur » Mo Jan 01, 2018 6:03 pm

Bei glühender Nachmittagshitze geraten wir in Madrid in einen Stau, der sich gewaschen hat. Weil ich mich außerdem ständig verfranze, dauert es ewig, bis wir uns nach Westen durchgeschlagen haben. Nordwestlich von Navalcarnero finden wir bei Aldea einen idyllisch gelegenen Campingplatz, hinter dem das kleine Flüsschen Fresno plätschert. Weniger idyllisch ist das Steinzeitklo.

https://www.google.de/maps/place/28620+ ... -4.1987434
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Re: Kaiser Pauls Vermächtnis: nach Avila (1978)

Beitrag von nabu kudurri usur » Mo Jan 01, 2018 6:04 pm

Im Municipal von Aldea schlagen wir für mehrere Tage unser Zelt auf. Die Schattenplätze sind leider alle belegt. Uns bleibt nur der Platz an der Sonne. Als erstes stülpen wir die durchgeschwitzten Lederklamotten um, damit der Schweiß aus dem Futter zieht.
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Re: Kaiser Pauls Vermächtnis: nach Avila (1978)

Beitrag von nabu kudurri usur » Mo Jan 01, 2018 6:04 pm

Tagsüber halten wir uns von unserer Behausung fern und suchen Schatten im Fresno…
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Re: Kaiser Pauls Vermächtnis: nach Avila (1978)

Beitrag von nabu kudurri usur » Mo Jan 01, 2018 6:05 pm

…oder wir durchstreifen das verdorrte Land, um endlich in Avila zu landen. Hier lerne ich kostenpflichtig, dass man als sprachunkundiger Tourist einen Eisverkäufer besser in passender Münze bezahlt.
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Re: Kaiser Pauls Vermächtnis: nach Avila (1978)

Beitrag von nabu kudurri usur » Mo Jan 01, 2018 6:06 pm

Auch Toledo ist eines unserer Reiseziele. Bei der Anfahrt duftet es verlockend nach Aas – weniger für uns, mehr für die Geier, die sich an einem Eselkadaver gütlich tun. Heutzutage muss das leider alles blitzschnell abgeräumt werden, und die Geier haben nix zum Fressen. Danke EU!
Toledo ist umwerfend. Ehrfürchtig betrachten wir eine Stadt, die unter maurischer Herrschaft zu einer kulturellen Hochblüte gelangte, von der man in Deutschland nur träumen konnte. Unsere Vorfahren hausten da noch in zugigen Katen und hatten mit Kultur und Wissenschaft wenig am Hut.
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Re: Kaiser Pauls Vermächtnis: nach Avila (1978)

Beitrag von nabu kudurri usur » Mo Jan 01, 2018 6:07 pm

Verstört lässt uns die Besichtigung des Alcazars zurück: Dort gibt es ein Francistenzimmer, das 1936 dem Beschuss republikanischer Truppen trotzte. Man hat den Raum als musealen Schrein in eben jenem Zustand belassen, wie er 1936 war: mit Einschusslöchern in den Wänden, alten Waffen und zerschossenem Mobiliar. Der Fremdenführer erzählt eine ehrfürchtige Geschichte von Tapferkeit und Vaterland. Selbst auf den Billets werden die Heldentaten der Francisten verherrlicht. Auf uns wirkt das so, als würde Großadmiral Dönitz im sorgsam konservierten Führerbunker des größten Österreichers aller Zeiten gedenken. Zu deutscher Überheblichkeit gibt es allerdings keinen Grund: Der francistische Verteidiger des Alcazars bekam bei uns 1955 das Bundesverdienstkreuz!

https://de.wikipedia.org/wiki/Belagerun ... von_Toledo
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